Selbstvertrauen – Achtest Du auf deine Gefühle?

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V ertraue deinem Gefühl. Ich bin sicher, du hast diesen Satz schon öfter gelesen oder gehört und hast gemerkt, dass etwas Wahres dran ist, dich dann aber schnell wieder anderen Themen gewidmet und deine Aufmerksamkeit auf die gewohnten Sorgen gleiten lassen. Es muss aber schon etwas bedeuten, dass du jetzt schon wieder diesen Hinweis liest….

Deine Intuition möchte Dir etwas sagen.

Oft ignorieren wir solche Hinweise, weil sie uns zu banal erscheinen und unser Gehirn zunächst keinen direkten Nutzen aus ihnen ziehen kann. Aber es ist deine Intuition, dein Unterbewusstsein, die deine Wahrnehmung auf die Hinweise lenkt, die du gerade benötigst. Nur nimmst du sie oft nicht bewusst wahr. Es heißt ja nicht umsonst Unterbewusstsein. Sich selbst zu vertrauen setzt auch voraus, seinen Gefühlen und seiner Intuition zu vertrauen. Vielen erscheint dies schwierig oder sie nehmen ihre Gefühle gar nicht erst wahr, weil Gefühle nicht auf belegbaren Fakten beruhen. Die Intuition befindet sich außerhalb der Planbarkeit und Kontrolle. Deshalb hören viele nicht auf sie. Gerade die Menschen, die sich in der modernen ökonomischen Welt zurechtgefunden haben, wollen nur schwer auf ihre vertrauten Zahlen, Daten und Fakten verzichten, die ihnen schließlich Sicherheit geben, um auf etwas vertrauen, das ihnen ja gar keine Garantie gibt.

Glück hat keine Garantie

…Und wenn es eine hätte, wäre es für uns kein Glück mehr. Waren es nicht gerade die spontanen und unkontrollierten Momente, die Dir noch voller Freude in Erinnerung verweilen? Zum Glück gibt es diese Zone, außerhalb der Planbarkeit und Kontrolle, die Zone in der alles möglich ist, in der keine von uns definierten Grenzen herrschen. Und zum Glück gibt es noch neben unserem Verstand auch noch unser Herz, das uns für solche Momente öffnen kann.

Ich unterlag der Gedankenfalle, dass ein komplexes Problem einer genauso komplexen Lösung bedarf. Dabei lediglich auf ein Gefühl zu hören, erschien mir zu einfach. Ich traute meinen Gefühlen nicht. Also habe ich oft gerade in emotionalen Angelegenheiten aus dem Verstand heraus agiert, das mich letztendlich falsche Entscheidungen treffen lies und mein Gefühl nur noch verschlimmerte, indem ich mich noch unsicherer fühlte. Dabei will das Herz in solchen Situationen einfach nur gehört werden.

Bist du Dir wichtig genug, um glücklich zu sein?

Was Ich fühlte war egal – wichtig war, was der andere fühlte. Das war eine Überzeugung, an die ich lange glaubte. Ich war mir selbst einfach nicht wichtig genug und was noch schlimmer war, ich dachte Liebe würde nur so funktionieren. Durch Selbstlosigkeit. Ich hielt meine Gefühle für mein Ego, deshalb sagte ich ihnen, sie sollen die Klappe halten. Also steckte ich meine eigenen Bedürfnisse zurück. Ja nicht zu viel erwarten, ja nicht zu viel fordern…ja nicht zu mir selbst stehen. Um ja dem anderen gerecht zu werden.

So brachte ich mich selbst in eine Situation, in der ich mich weder auf Zahlen, Daten und Fakten, noch auf meine Gefühle verlassen konnte. Gut, ersteres war eh nie etwas, das mich sonderlich interessierte. Aber was glaubst du, blieb dann noch übrig? Jedenfalls nichts mehr, auf das ich mich verlassen konnte. Und das fühlte sich an, als hätte ich keinen Boden mehr unter den Füßen. Es führte dazu, dass ich mich ständig nach Stabilität und Vertrautheit sehnte. Ich suchte die Stabilität in Beziehungen und die Vertrautheit in Menschen und ich begann ungeduldig zu werden, wenn diese Erwartungen nicht bald erfüllt wurden. Ich kam mit dieser Erwartungshaltung nicht weit, denn ehe sich eine Vertrautheit einstellen konnte, hat mich die Ungeduld bereits einen anderen Weg einschlagen lassen.

Übernehme Verantwortung für Dich. Niemand sonst kann deine Gefühle verantworten. Du allein bist verantwortlich dafür, wie du Dinge siehst und wie du auf sie reagierst. Möchtest Du immer nur das negative sehen oder räumst Du dir auch Platz für mehr Positivität in deinem Leben ein?

Als ich älter wurde sah ich ein, dass ich nicht immer nur den Anderen die Schuld an meinem Schmerz geben konnte. Ich musste etwas an meiner Einstellung ändern und mich für eine neue Sichtweise öffnen. Ich bemerkte, dass ich mich in einem Verhaltensmuster befand, das sich ständig wiederholte. Und das musste durchbrochen werden. Also begann ich beim nächsten Mal als ich wieder dachte, nicht sicher und vertraut genug mit jemandem zu sein, einfach dranzubleiben, egal was für tolle Fluchtideen meine Gedanken für mich wieder zusammenstellten. Und so geschah auch die innere Transformation – ich gab mir selbst die Stabilität und Vertrautheit, die ich in anderen suchte. Ich schenkte mir selbst mehr Achtung und gewann dadurch mehr Selbstwertgefühl.

Gebe Dir selbst, was du von anderen wünschst und sei Dir der wichtigste Mensch in deinem Leben!

Wann immer Du dich missachtet fühlst, schenke dir selbst Achtung. Und darum ist es so wichtig, dass du deine Gefühle an die erste Stelle setzt – um solche intuitiven Hinweise zu erkennen. Denn diese Hinweise sind dein persönlicher Weg in die Liebe.

Nur solange du mit dir selbst zufrieden bist, kannst du auch wirklich mit anderen glücklich sein. Deshalb siehe zu, dass du das machst, was dich wirklich glücklich macht, dass Du Dinge aussprichst, die du schon immer sagen wolltest und dich einfach so gibst, wie du wirklich bist. Und bitte denke dann nicht das wäre egoistisch – ganz im Gegenteil:  Wenn du dir selbst Achtung gibst, fühlst du dich auch mehr dazu bereit andere zu achten und das Glück der anderen wird automatisch zu deinem eigenen Glück, weil du nicht anders kannst, als dich für andere zu freuen. Mitfreude und Mitgefühl schenken dir immer wieder neue Kraft.

Wie vertraut bist Du mit deinen Gefühlen? Hast du manchmal das Gefühl das Leben stellt dir wiederholt die gleichen Lektionen? Meist hat das mit einem Verhaltensmuster zu tun, mit dem wir uns selbst nicht gut tun. Die immer wiederkehrenden Lektionen bieten uns die Möglichkeit, dieses Verhaltensmuster zu erkennen und zu durchbrechen.

Wenn du ähnliche Erfahrungen gemacht hast oder dir etwas auf dem Herzen liegt, schreibe mir gerne über das Kontaktformular oder im Kommentarbereich. Ich freue mich auf deine Nachricht:-).

In Liebe, Marta

3 comments

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  1. Robert

    Hat mich doch sehr berührt, wie du das alles beschrieben hast.Kann dir auch nur zustimmen.Wenn der Mensch versteht, das er für sich selbst das wichtigste auf Erden ist,dann kann sein Leben anfangen.Ohne sein Selbst ist der Mensch eine Marionette seinen Umfeldes.Danke für deinen schönen Beitrag zum eigenverantwortlichen Leben.
    Lg Robert

    Gefällt 1 Person

    • MartaMed

      Hi Robert,
      vielen Dank für deinen Kommentar und die offenen Worte.
      Ich finde auch, dass sich uns das Leben jedes Mal von einer neuen Seite offenbart, wenn wir dazu bereit sind unsere Schablonen abzulegen und stattdessen in jeder neuen Situation und Begegnung die Möglichkeit erkennen, uns selbst neu zu begegnen.
      So könnten wir uns über unseren unendlich grenzenlosen Entfaltungsraum bewusst werden…und wie du sagst, das Leben endlich anfangen:-).

      Ich habe gesehen, dass du einen ähnlichen Blog führst! Ich freue mich schon, mich auch bei dir umzusehen:-)!

      Liebe Grüße,
      Marta

      Gefällt 1 Person

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